HÖHENTRAINING

In den Bergen Kräfte tanken

Höhentraining

Für Ausdauersportler der Spitzenklasse gehört das Training in Höhenlagen längst zum Aufbauprogramm. „Erlaubtes und natürliches Doping“ – so nennen es Experten, ganz einfach deshalb, weil der Organismus beim Höhentraining selbst molekulare Substanzen synthetisiert, die jenen beim verbotenen Drogendoping ähneln. Dazu zählen eine Erhöhung der roten Blutkörperchen sowie von euphorisierenden Hormonen und Neurotransmittern wie Endorphinen, Noradrenalin, Dopamin oder Serotonin. 

Rascher Muskelaufbau
Als Folge davon produziert der Stoffwechsel in Muskelzellen mehr Kreatinphosphat, den Rohstoff für die eigentlichen Energiepartikel, das so genannte Adenosintriphosphat (ATP).

Die Power-Formel moderner Sportphysiologen lautet: mehr Sauerstoff + rote Blutkörperchen + Endorphine = mehr ATP, somit mehr Kraft und anhaltende Energie.

Blutzuckerwerte werden reguliert, man schläft besser. 
Sulden ist hierfür mit seiner Lage über 1900 Meter ideales Trainingsgelände. In höheren Regionen ist das Sauerstoffangebot zu gering, in Tallagen fehlt der Leistungsanreiz für Herz, Kreislauf und hormonelle Regelkreise über Schilddrüse und Nebennieren. Auch Normalsportler profitieren von Übungsprogrammen im geschützten Suldener Höhenkessel, ebenso wie Urlauber, die lediglich in kurzer Zeit Vitalität tanken wollen.

Gelenke schonen
Der Reichtum des idyllischen Wegenetzes führt dazu, dass Training nicht als körperliche Strapaze empfunden wird. Anders als etwa beim Großstadtjoggen auf Asphalt federt der Körper beim Laufen auf natürlichem Untergrund, dies bedeutet Schritt für Schritt einen steten Anreiz für die Neubildung der Synovia, der Gelenkschmiere. 

Gehen, Bergwandern, Walken oder Laufen ist gleichzeitig Vorbeugung gegen Gelenkschäden.

Orthopäden empfehlen entsprechende Übungen zur Therapie von Arthrose oder Arthritis. In Sulden entwerfen erfahrene Sporttrainer kurzweilige Übungsprogramme auf wechselnden Höhenrouten, individuell angepasst an die jeweiligen sportlichen Anforderungen. Das ausgedehnte Wegenetz kann optimal für Terrainkuren nach Frau Prof. Dr. Dr. Angela Schuh genutzt werden.


Dr. med. univ. Johannes Zeibig:
„Der Einfluss von mittleren Höhebedingungen auf den menschlichen Organismus, wie sie in Sulden vorliegen, ist seit vielen Jahren wissenschaftlich relativ gut untersucht. Durch spezielle Anpassungsreize im Organismus beginnt der menschliche Körper zu ökonomisieren. Dies führt zu Verbesserungen in folgenden Bereichen:

- verbesserte Sauerstoffaufnahme und bessere Lungenventilation
- bessere Verstoffwechslung in der Muskelzelle
- deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit im anaeroben Bereich
- erhöhte Ermüdungswiderstandsfähigkeit
- raschere Regeneration

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